8. Creative Stage Ruhr in Duisburg im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr

Erfolgreiche Geschäftsbeziehungen vor Ort knüpfen – durch Vernetzung der Wirtschaftsförderung

15.12.2016 Duisburg. Man muss nicht nach Hamburg oder Berlin, um vorzügliche kreative Dienstleistungen einzukaufen, hat die hiesige Kreativwirtschaft doch eine Menge Potenzial zu bieten. Dies kristallisierte sich einmal mehr bei der Creative Stage Ruhr in Duisburg heraus, die zum achten Mal in der Mercatorstadt „gastierte“ und im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr überaus kurzweilig „über die Bühne“ ging. 

Rund 150 begeisterte Gäste erlebten innerhalb von zweieinhalb Stunden, dass Duisburgs Kreative – Nachwuchstalente wie „alte Hasen“ gleichermaßen – für außergewöhnliche Kenne und Kreationen stehen. Da die lokale und regionale Geschäftsanbahnung erklärtes Ziel der Netzwerkveranstaltung sind, fanden sich im Publikum branchenübergreifend Vertreter aus kleinen und mittleren Unternehmen, Freiberufler, Experten aus Marketing, Public Relations und Vertrieb sowie potenzielle Auftraggeber aus Institutionen und sonstige Multiplikatoren. 

Dabei rankten sich die Vortragsinhalte trotz unterschiedlicher Teilbranchen immer wieder um das Thema Digitalisierung. Inhalte produzierende Branchen wie Software, Games- und Musikwirtschaft gehören daher zu den dynamischsten. Dem Rechnung tragend, zitierte Susanne Kirches, Projektmanagerin für Kreativwirtschaft bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, in ihrer Moderation auch sogleich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit den Worten: „Digitale Technologien und digitale Transformation durchdringen heute unser gesamtes Leben. Künstler und Kulturschaffende sind unsere Kronjuwelen. Die Schöpfung von Inhalten ist kein Hobby, sondern ein Beruf. Und sie ist Teil unserer europäischen Kultur.“ Folgerichtig und im Bild bleibend, warf sie danach die Frage auf, wie Duisburg denn mit seinen Kronjuwelen umgehe. 

Die Creative Stage Ruhr ist mittlerweile ein etabliertes und überaus erfolgreiches Format; 35 Ausgaben gab es bislang ruhrgebietsweit. 2009 von den Wirtschaftsförderungen Duisburg, Bochum und Dortmund initiiert und nach einer Konzeptidee der Heimatdesign Agentur umgesetzt, besuchten bislang über 5.000 Gäste das Format. Rund 350 Vortragende erhielten bislang eine Bühne für die Kreativwirtschaft. „Damit ist das Veranstaltungsformat ein Erfolgsmodell in der Region geworden. Wir sind stolz darauf, gleich von Beginn an daran aktiv mitgewirkt zu haben“, betont GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. 

Seit 2012 führt die GFW Duisburg gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Wirtschaft des Kreises Wesel (EAW) die Creative Stage Ruhr in Duisburg durch. 

Daher gibt es grundsätzlich stets zehn Vorträge: acht aus Duisburg und zwei aus dem Kreis Wesel. Die Vortragenden haben acht Minuten Zeit, um ihr Produkt oder ihre Dienstleistung vorzustellen. Dem Publikum kommt dabei eine zentrale Rolle zu, entscheidet doch der Applaus nach acht Minuten, ob der Vortragende seine Botschaften noch zu Ende führen darf oder freundlich „abgeklatscht“ wird. 

Diesmal präsentierten sich die Duisburger Agentur Krankikom, die seit 1995 am Innenhafen Webseiten, Apps und Software-Applikationen produziert. Zwei Mitarbeiterinnen stellten charmant die „WestVisions“ vor einen neuen „Treff für die digitale Community im Ruhrgebiet“. Die jungen Gründer vom „Kreativgebiet“, die im 18. Stock eines Duisburger Büroturms am Hauptbahnhof wirken, beschäftigen sich mit „FinTech“, der Kreation von Apps für Banken und Finanzwirtschaft auf internationalem Parkett. Da sich das Interesse der Kreativen oftmals nicht nur auf technologische Problemlösungen, sondern auch auf gesellschaftliche und soziale Fragen erstreckt, fiel auch der Beitrag des Social Impact Lab, das in Ruhrort Start Ups aus dem Sozialunternehmertum beheimatet, auf offene Ohren. Kulinarisch überzeugten die Existenzgründer des neuen Duisburger Bistros LIMA´s Rebekka Mahnke und Sebastian Link, die von der GFW Duisburg begleitet werden und für das Catering der Veranstaltung verantwortlich zeichneten. 

Highlight der unterhaltsamen Art waren die modischen Kreationen der 26-jährigen Anna-Franziska Termöhlen, die ihre Firma „AT-elier“ in Duisburg-Neudorf führt. Die Modedesignerin zeigte eindrucksvoll auf, was zeitgemäße Mode jenseits der Massenproduktion leisten soll. Künftige gestaltungstechnische Assistentinnen und Assistenten eines Duisburger Berufskollegs stellten ihr mehrfach präsentiertes Magazin „Schulgeflüster“ vor, das sich durch einen Fotoschwerpunkt auszeichnet. Abgerundet wurde der Abend durch Werber Sebastian Petry vom DWS-Team. Der Geschäftsführer zeigte eindrucksvoll wie pointiert auf: „Das Ruhrgebiet ist ganz anders als wie alle meinen“. 

Bühne frei und Applaus für kreative Ideen – die Creative Stage Ruhr im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr; Foto: Daniel Sadrowski; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

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