Pressemitteilung
Kleine Serviette - große Wirkung: eine Idee nimmt Gestalt an
Duisburg. Eine kleine Serviette reicht zuweilen aus, um darauf große, zukunftsweisende Projekte zu skizzieren. Außergewöhnlich gut gelungen ist dies drei 27-jährigen Ingenieuren, die zugleich Promotionsstudenten der Universität Duisburg-Essen (UDE) sind.
GRIID-Ideengeber und Initialpartner
Gregor Hiesgen, Kenny Saul und Martin Spitz heißen die pfiffigen Köpfe, die eine von 123 eingegangenen Ideen im Rahmen des Ideenwettbewerbs der GründungsInitiative Innovation Duisburg (GRIID) einreichten. Diesen ins Leben gerufen haben neben der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg), das "small business management" (sbm)-Projekt der UDE, die Sparkasse Duisburg, die Volksbank Rhein-Ruhr e.G. sowie die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve (IHK). Initial-Partner Ralf Meurer, Geschäftsführer der GFW Duisburg, lobt das Trio: "Kompliment! Sie haben es nicht nur geschafft, die Jury zu überzeugen, einen der 30 begehrten Plätze im Aus- und Fortbildungsprogramm "small business management" zu erhalten, sondern obendrein auch noch die inhaltlich überzeugendste Serviette abgegeben."
sbm-Projektleiter Professor Dr. Volker Breithecker von der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre der Mercator School of Management an der UDE findet die Idee "genial, weil ihre Umsetzung gegenwärtige und künftige Probleme minimieren kann. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und zunehmender Ressourcen-Knappheit infolge des Klimawandels."
Die Idee
Energie-Effizienz in produzierenden Unternehmen zu steigern, indem anfallende Abwärme innovativ genutzt wird, ist die Idee von Hiesgen, Saul und Spitz. Gefragt nach ihrer Motivation, antwortet Hiesgen: "In vielen Unternehmen gibt es im Bereich der Energie-Effizienz ungenutztes oder zu steigerndes Potenzial. Das haben wir durch unseren berufsbedingt engen Kontakt zur kunststoffverarbeitenden Industrie erkannt. Denn dort entsteht nämlich erheblicher Energiebedarf - und zwar sowohl, um das Material aufzuschmelzen, als auch um es später abzukühlen."
Ziel der Ingenieure, die "auf jeden Fall" bald ein Unternehmen gründen wollen, ist es, Lösungen zur Effizienz-Steigerung von solchen Produktionsprozessen zu entwickeln, auszulegen und zu vertreiben - "und das quasi maßgeschneidert, das heißt auf den jeweiligen Bedarfsfall exakt abgestimmt", so Saul.
GRIID als innovative Gründungsplattform
Dass mit GRIID ein neuer Existenzgründerwettbewerb in Duisburg ins Leben gerufen wurde, kommt den Nachwuchstalenten gut zu pass. Schließlich braucht es neben den technischen Kompetenzen zusätzlich unternehmerischen Know-hows, um als Firma am Markt bestehen zu können. GRIID bietet hierzu Gelegenheit, "da haben wir nicht lange gezögert, uns hingesetzt und unsere Idee zu Papier gebracht", erinnert sich Spitz, der gespannt ist auf die vor ihm liegende Zeit und der in den anstehenden sbm-Seminaren und -Workshops "möglichst viel lernen will, um bestens für die berufliche Selbstständigkeit gerüstet zu sein."
Überzeugt hat GRIID die Gründungswilligen nicht zuletzt auch deshalb, "weil man auch nach der Gründung nicht alleine gelassen wird, sondern auf die Beratung erfahrener Coaches setzen kann", weiß Saul die intensive Betreuung zu schätzen.
Selbstständigkeit in heutiger Zeit - wieso, weshalb, warum?
"Wieso Selbstständigkeit?" - mit dieser Frage wurden die Ingenieure schon oft konfrontiert, wenn sie anderen von ihren Plänen berichteten. Die Antwort folgte dann prompt: "Die Selbstständigkeit bietet vielfältige und abwechslungsreiche Tätigkeiten, sowohl im technischen als auch im betriebswirtschaftlichen Bereich", erklärt Hiesgen. Sauls Motivation liegt eher darin begründet, dass man eigene Ideen nirgends besser als durch selbstständige Tätigkeit verwirklichen kann. Nicht zu vergessen sei auch der potenzielle unternehmerische Erfolg, der Ansporn und Motor zugleich sei. Nicht verhehlen wollen die Drei, dass sie sich durch die kompetente und kritische Begleitung der GRIID-Partner erhöhte Chancen auf unternehmerischen Erfolg ausrechnen - und das bei gleichzeitig "minimiertem Risiko". Last, but not least, sei die Gelegenheit einfach günstig; gibt es momentan und wohl auch künftig eine wachsende Nachfrage nach Energieeffizienz-Steigerung.
Tatsächlich stehen die Chancen des Trios gut, eine lukrative Nische in einem Zukunftsfeld zu besetzen. Schließlich ergab unlängst eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (dena), dass gerade kleine und mittlere Unternehmen durch die Steigerung der Energie-Effizienz ihre Energie-kosten erheblich senken können und dennoch nach wie vor viele Unternehmen auf Energie-Effizienzsteigerungsmaßnahmen verzichten - und zwar aufgrund der Tatsache, dass die Sachkenntnis in Unternehmen fehlt und wegen des Problems, die Finanzierung sicherzustellen.
Dafür haben die Sachkenntnis aber die drei Duisburger Ingenieure, die diese an möglichst viele Unternehmen nutzbringend weitergeben wollen.
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