Pressemitteilung
"Arbeiten auf Papier" erzählen dezent und puristisch von existenziellen Veränderungen
Duisburg. Der Zeitbegriff als Aufeinanderfolge von Veränderungen und Ereignissen ist es, der Renate Krupps Manufakte bestimmt. Die in Issum lebende und in Duisburg-Meiderich aufgewachsene Künstlerin, seit 2007 Mitglied der Duisburger Sezession, stellt ihre Bilder bis zum 30. September 2010 in den Räumlichkeiten der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg), Friedrich-Wilhelm-Straße 12 aus. Interessierte können ihre "Arbeiten auf Papier", so der gleichnamige Ausstellungstitel, montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr ins Visier nehmen.
Rot, Schwarz und Grau sind die Farben, die dem Betrachter sogleich ins Auge springen. Diese dominieren Krupps Werke. Die Künstlerin versteht es, das Thema "Veränderungen" in den verschiedensten Modifizierungen zu deklinieren: Oftmals sind es bestimmte Abläufe des Werdens und Vergehens, kurzum: Abläufe der Transformation. Eine ihrer Bildreihen zeigt daher nicht von ungefähr einen metaphorischen Lebenslauf - vom Nest der Kindheit und Jugend über die Arbeitswelt bis zum Tod. Arbeiten wie das "Reise-, Sternen- und Trauerkleid" zeugen ebenso von beständigem Wandel wie die künstlerische Darstellung von Zelle und Wurzel.
"Bei meinen Arbeiten spielt nicht die ästhetische Komponente eines Werkes die Hauptrolle, sondern das elementare Moment, das Beobachten und Abbilden menschlichen Lebens und der Natur steht im Vordergrund", betont die studierte Bildhauerin Krupp, deren Interesse für Kunst durch Besuche von Duisburger Volkshochschulkursen geweckt wurde - und das bereits als16-Jährige. Die Plastiken, die die 67-Jährige anfertigt, nehmen oft Bezug auf ihre Zeichnungen und Druckgrafiken. Diese Tatsache beruht wohl auf ihrer Vita, hatte sie außer dem Studium der Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie doch von 1967 bis 1981 einen Unterrichtsauftrag "Grundlehre Plastik" an der Mercator-Universität Duisburg.
Literatur, Musik und Kunst sind es, welche die Kreative zu ihrem Schaffen inspirieren. "In meinen Werken stehen die Themen und die damit einhergehenden Assoziationen im Vordergrund. Erst wenn beides feststeht, überlege ich, mit welchem Material und wie ich das umsetzen kann", beschreibt Krupp ihre überaus überlegte Herangehensweise. Ob Holz, Kunststoff, Bronze, Stein, Ton, Filz oder Papier: kaum ein Material ist ihr fremd, wenn es dazu dient, bestimmte Abläufe eindrucksvoll und dennoch stets zurückhaltend und unaufdringlich zu versinnbildlichen.
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Bilder:
Renate Krupp, Foto: Privat;
"Wurzel", Foto: Privat
