Hauptmenue

Pressemitteilung

16.11.2011

stARTconference zum Web 2.0 als Impulsgeber für das Kreativquartier Ruhrort

Internationales Treffen von Kunst- und Kulturschaffenden widmet sich Zukunftsthemen

Duisburg. Rund 250 Akteure aus der Kreativwirtschaft, Kulturmanager und Repräsentanten großer Kultureinrichtungen aus Deutschland und dem Ausland treffen sich vom 17. bis 18. November 2011 bei der stARTconference in Ruhrort, um ins Web 2.0 abzutauchen. "Kulturbetriebe, die auf soziale Netzwerke setzen, können sich spannender und zeitgemäßer präsentieren als mit einem statischen Webauftritt", erklärt Frank Tentler, Mit-Organisator der stARTconference. "Hinzu kommt: Wer interaktive Geschichten bei Facebook, Twitter & Co. erzählt, erhöht gleichzeitig die Besucherzahl auf der eigenen Website."

"Transmedia Storytelling" lautet der Fachbegriff für die Kunst des digitalen Erzählens. Aus vier Elementen bestehend, geht es um die Fähigkeit des Erzählens (Storytelling), dem technisch-kommunikativen Web-Know-how (Transmedia), der Kunst, Aufmerksamkeit und Interaktion zu erzeugen (Social Marketing) sowie der Erfolgsmessung.

Nach den erfolgreichen Andock-Manövern 2009 und 2010 in der Mercatorhalle, geht die Branchen-Konferenz auf Betreiben der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) in diesem Jahr in Ruhrort "vor Anker". "Die Macher der stART wollten die Konferenz 2011 erstmals als ein so genanntes Community-Projekt realisieren. Die Teilnehmer sollten bei der Planung und Organisation mithelfen und mitgestalten können. Da lag es für uns nahe, ihnen Ruhrort als Konferenzort vorzuschlagen. Hier leben und arbeiten Akteure von Künstlern und Filmern bis hin zur Agenturszene", so Susanne Kirches, GFW-Projektmanagerin für Kreativwirtschaft.

Das Traditionsunternehmen Haniel engagiert sich gemeinsam mit der Duisburger Wirtschaftsförderung und anderen lokalen und regionalen Partnern für das "Kreativquartier Ruhrort". Die Konferenz findet daher statt in der Haniel-Akademie und im Gemeindehaus Dr.-Hammacher-Straße. Haniel stellt die Immobilien zur Verfügung, um auf diese Weise die Revitalisierung des Hafenstadtteils als Kreativquartier voranzutreiben. "Wir würden uns freuen, wenn die Konferenzteilnehmer mit ihrer Energie die hiesigen Kreativen anstecken. Und natürlich hoffen wir darauf, dass es sich in der Szene herumspricht, wie willkommen die Unternehmer der Kreativwirtschaft in Ruhrort sind. Gerade der Hafenstadtteil hat durch seine Lage am Wasser einen einzigartigen Charme und bietet neben dem inspirierenden Umfeld auch ganz praktisch Räume für Ateliers, Werkstätten und Galerien", so Jutta Stolle, Direktorin Gesellschafter und Nachhaltigkeit bei Haniel. Bereits in der Vergangenheit hat das Traditionsunternehmen Initiativen unterstützt, die Ruhrort mit Kunst und Kultur wieder zu mehr Glanz verhelfen könnten - zum Beispiel Veranstaltungsreihen aus Literatur, Theater, Tanz und Musik wie "PoesiePalastRuhr" oder "MAXI-Musik" und "HOFkultur".

Das Augenmerk der Duisburger Wirtschaftsförderung richtet sich auf die Kreativwirtschaft, die in der Mercatorstadt wie auch in den anderen Ruhrgebietsstädten als eine Wachstumsbranche belegt ist. "Uns interessiert das unternehmerische Potenzial. Wir setzen dabei auf Branchen-Veranstaltungen, die den Kreativ-Unternehmen und Freiberuflern im Stadtteil wirtschaftliche Impulse geben können. Diese Strategie ergänzt sich gut mit den Aktivitäten des städtischen Kulturdezernates in Ruhrort. Die 'stART11' bietet uns darüber hinaus die Chance, die digitale Szene in NRW für das Quartier zu interessieren", betont Wirtschaftsfördererin Kirches. Zur digitalen Szene gehören beispielsweise Web- und Screendesigner, Grafiker, Blogger sowie Social Media Profis.

Bei den rund 700 kreativwirtschaftlichen Unternehmen in Duisburg überwiegen branchentypisch die Klein- und Einzelunternehmen beziehungsweise Freiberufler. Diese Unternehmer kennzeichnen sich durch moderne, flexible Arbeitsverhältnisse. Entsprechend "anders" sind die Standort- und Raumbedürfnisse. "Gefragt sind Mikrostandorte mit Flair. Gute Erreichbarkeit und urbane Lage werden vorausgesetzt", so Kirches, "Ruhrort kann mit historischer Bausubstanz, erschwinglichem Mietniveau und moderater Leerstandsrate überzeugen." Wohnen und Arbeiten lassen sich hier vereinbaren, davon zeugen hier ansässige Inhaber von Designbüros und Filmproduktionen, von Kulturschaffenden, Literaten und Fotografen. "Auch lässt sich mit den Eigentümer über neue Raumkonzepte reden, wie sie beispielsweise für das so genannten Co-working nötig sind", weiß Sozialwissenschaftlerin Kirches.

Bei Recherchen der GFW Duisburg in 2008 hatte sich der Hafenstadtteil neben Marxloh und dem Innenhafen als städtisches Kreativquartier herausgestellt. Mit dem Ruhrorter Firmenbesatz rund um Werbung, Kommunikation, Filmproduktion, Design, bildende und darstellende Kunst, Print und Publishing, Musik, Fotografie sowie Architektur sind nahezu alle elf Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft vertreten.

Haniel und die GFW Duisburg wollen die Idee vom Kreativquartier Ruhrort konsequent weiterverfolgen. "Als GFW Duisburg bringen wir zusammen, was zusammen passt. Durch weitere und intensivere Vernetzung der hiesigen Akteure können wir der Kreativwirtschaft Aufwind geben", stellt Kirches in Aussicht.


Information zum Download:


  • PDF-Datei / 234 KB