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Pressemitteilung

10.02.2012

Große Resonanz auf erstes Corporate Social Responsibility (CSR)-Frühstück

Niederrheinische IHK, GFW Duisburg und fundamente begrüßen bei Haniel rund 90 Teilnehmer

Duisburg. Ein sperriger Begriff, der mittlerweile vielfach Beachtung findet: Corporate Social Responsibility, kurz CSR. Dieser Anglizismus steht für "Unternehmerische Gesellschaftliche Verantwortung" und umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, die über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Dazu gehören unter anderem die faire Behandlung, Förderung und Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der effiziente Umgang mit natürlichen Ressourcen, eine verstärkte Investition in Bildung sowie das Erbringen eines positiven Beitrags für das Gemeinwesen. Doch wie setzt man eine CSR-Philosophie konkret im Unternehmen um? 

Rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich versammelt, um das beim ersten CSR-Frühstück in Erfahrung zu bringen. Um zu netzwerken und sich schlau zu machen. Um vom "Unternehmensbürger" Haniel zu lernen. Zu hören, welche Ausprägungen und Formen gesellschaftlicher Verantwortung möglich sind und welche Vorteile Firmen davon haben. 

Zu den Interessierten zählten Fach- und Führungskräfte aus kleinen und mittel-ständischen Unternehmen sowie Repräsentanten von Institutionen. Nach der Begrüßung durch Gastgeberin Jutta Stolle, Haniel-Direktorin Gesellschafter + Nachhaltigkeit, folgte eine kurze Ansprache von Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Nieder-rheinischen Industrie- und Handelskammer, und Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg). Deren beiden Institutionen haben gemeinsam mit der Duisburger Fundraising-Agentur fundamente die Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. CSR-Frühstücke sollen 2012 noch drei weitere Male stattfinden - und das an jeweils wechselnden Orten. Im Fokus dabei steht immer das Thema CSR, das durch verschiedene Beispiele der Firmen vor Ort den Besucherinnen und Besuchern nahe gebracht wird. Diese sollen Einblick erhalten, wie CSR auch im Kleinen möglich wird. "Rund 70 Prozent aller kleinen und mittelständischen Unternehmer betätigen sich ehrenamtlich; gleiches gilt oftmals für die Belegschaft. Nur 30 Prozent von denen, die bereits Gutes tun, reden allerdings darüber", so Wiebke Doktor, Geschäftsführerin von fundamente. "Das ist nicht nur schade, sondern eine vertane Chance für Unternehmen - erst recht in Zeiten des Fachkräftemangels. Schließlich ist statistisch belegt, dass Fachkräfte bei ihrer Arbeitgeberwahl auch vermehrt darauf achten, dass im Unternehmen CSR draufsteht und drinsteckt", weiß die Expertin. 

Katharina Golomb, Referentin Corporate Responsibility in der Haniel-Abteilung Gesellschafter + Nachhaltigkeit, zeigte exemplarisch auf, wie das Duisburger Traditionsunternehmen seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter systematisch beim Ehrenamt unterstützt. Beispielsweise, indem diese bis zu drei Tage im Jahr freigestellt werden, um sich in Schulen oder sozialen Einrichtungen einzubringen. Sei es in der Fahrradwerkstatt des Jugendzentrums "Ruhrorter Hafenkids" oder als "Finance Coach", der Kinder und Jugendlichen verantwortungsvollen Umgang mit Geld nahe bringt. 

Einig waren sich die Referentinnen darin, dass unternehmerische Verantwortung für alle Beteiligten vorteilhaft ist, wenn die Aktivitäten im Einklang mit Gesellschaft, Umwelt und Geschäft stehen. Mitarbeiter werden gebunden, deren Team-, Organisations- und Führungsfähigkeit gestärkt, das Unternehmen kann seine Reputation steigern und wird als verantwortungsvolles Unternehmen auch für gut ausgebildete Fachkräfte attraktiv. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich von Veranstaltungsformat und -inhalt begeistert. Ingrid Brommundt von der IT-Improvement Deutschland GmbH war überrascht davon, wie stark soziales Engagement bereits in den Unternehmen der Mercatorstadt und am Niederrhein verankert ist. "Noch erfährt man viel zu wenig darüber", so die Marketing-Fachfrau. Sie wünsche sich eine noch größere, passgenaue Vernetzung der einzelnen Unternehmen. Auf diese Art und Weise könnte sich jeder seiner Profession und seinen Talenten entsprechend einbringen. So fügten sich dann viele Puzzle-Steine zu einem stimmigen Bild", ist Brommundt sicher und meint: "Veranstaltungen wie diese geben einem Orientierung und Anregung. Man kann abgleichen, was man bereits macht und was andere machen. Wo kann ich mich als Unternehmen noch besser aufstellen und was vielleicht mit starken Kooperationspartnern auf die Beine stellen?" 

Dr. Peter Jahns, Leiter der Effizienz-Agentur NRW, nutzte die Veranstaltung, um die eigene Unternehmenstätigkeit zu reflektieren: "Produzierende Unternehmen in Fragen des ressourceneffizienten Wirtschaftens zu unterstützen, das ist unser Thema und damit eines, das ganz nah dran ist an CSR. Auch wir haben Ansätze davon, beispielsweise kaufen wir, wenn möglich, an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtete Produkte für unser Unternehmen. Man muss aufpassen, dass man diese Grundsätze im Tagesgeschäft nicht aus dem Auge verliert, sondern nachhaltig auch im eigenen Unternehmen lebt." 

Das nächste CSR-Frühstück findet statt am 10. Mai 2012 um 8.30 Uhr. Wo, wird an dieser Stelle noch nicht verraten. Man darf also gespannt sein...

 

Ansprechpartnerin CSR-Frühstück:
Christine Nawrot
GFW-Projektmanagerin
Telefon: 0203 / 36 39 - 350
E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik