Die Geschichte des veganen Wintermarktes „Anis und Zauber“.

18.11.2019

Der ein oder andere mag sich fragen: Warum braucht es einen veganen Wintermarkt? Wir sagen: Warum nicht! Und dazu gibt es auf verschiedenen Ebenen ganz plausible Erklärungen.

Die Historie: Der vegane Wintermarkt ist die weitere Spezialisierung des Wintermarkes, der 2016 durch das Quartiersbüro ins Leben gerufen wurde. Somit ist es mehr als nur ein Markt. Es ist ein gelungenes Beispiel für eine nachhaltige Stadtteilentwicklung. Zudem hat die Premiere deutschlandweit für großes Aufsehen gesorgt und gezeigt, dass Duisburg auch mit sehr positiven Schlagzeilen auf sich aufmerksam machen kann.

Der Ort: Die Münzstraße, am unteren Ende der Einkaufsstraße, ist durch die vielbefahrene Steinsche Gasse deutlich vom übrigen Lauf abgeschnitten und nur schwer zu bespielen. Im Rahmen der Arbeit des Quartiersbüros hat sich herauskristallisiert, dass Veranstaltungen hier nur funktionieren, wenn diese eine eigene Marke haben und gezielt Publikum anlocken. Daher sind auch ein eigener Name und ein eigenes Marketing so wichtig, denn nur so können Besucher auch den Weihnachtsmarkt inklusive des veganen Wintermarktes erleben.

Die Koexistenz: Der Duisburger Weihnachtsmarkt feiert in diesem Jahr sein 40. Jubiläum. Daher kann mit Fug und Recht von einer Traditionsveranstaltung gesprochen werden. Deshalb ist es umso schöner, wenn durch die Weiterentwicklung in einem Teilbereich der Anschluss geschaffen werden kann. Das Thema Veganismus ist so präsent wie nie zuvor und gehört in die Mitte der Gesellschaft. Mit der Ergänzung des Weihnachtsmarktes durch „Anis & Zauber“ öffnet sich Duisburg für alle Besucher und lockt auch diejenigen, die in den letzten Jahren klassische Weihnachtsmärkte gemieden haben.

Der vegane Wintermarkt „Anis & Zauber“ findet in diesem Jahr zum zweiten Mal in Duisburg statt. Vom 21. November bis zum 30. Dezember 2019 sind die urigen Holzhütten auf dem Platz rund um den Tritonbrunnen geöffnet. Wie auch 2018 wird ein bunter Besucher*innenstrom jeden Alters erwartet. Der vegane Wintermarkt präsentiert sich offen und einladend ohne dogmatische Absichten, nämlich dem Gedanken folgend: „Überzeugen Sie sich doch einfach selbst!“

 

 

 

 

 

 

 

 

Dabei geht es weit über vegane Ernährung hinaus. Das Thema „Nachhaltigkeit“ wird hier in unterschiedlichen Facetten aufgefächert und erstreckt sich von den Hütten, die aus recycelten Elementen gebaut wurden, bis zum Umgang mit Geschirr oder Strom. Gäste des Wintermarktes können sich auf viele – meist wöchentlich wechselnde – Speisen- und Warenangebote freuen. Daher werden wiederholte Besuche nicht langweilig und sind wärmstens empfohlen. Die Veranstalter*innen sprechen alle Interessierten an, die herzhaften wie süßen Speisen, ganze Mahlzeiten oder kleinen Gaumenfreuden zu probieren. Die Auswahl an Getränken ist groß: Glühwein vom Bio-Winzer, unterschiedliche Biere, eine ausgefallene  Bio-Tee Auswahl, Kaffeespezialitäten, heiße und klassische Cocktails und warme so wie kalte, alkoholfreie Getränke.

Nachhaltigkeit wird hier groß geschrieben. Geschirr wird soweit möglich gespült und wiederverwendet. Alternativ nutzen die Akteure Einweg-Geschirr aus kompostierbaren Materialien wie Bananenblattschalen. Energie wird von einem reinen Ökostromanbieter bezogen. Plastikmüll wird, so gut es geht, vermieden.

 

In den Händlerhütten werden vielfältige Handarbeiten, Handwerkskunst, Kleidung, wie auch haltbare Leckereien zum Naschen oder verschenken angeboten. Die Händler*innen produzieren ihre Waren größtenteils selbst und achten auf vegane und nachhaltige Produktionsbedingungen.

Der von einem freien Künstler*innenkollektiv initiierte, geplante und gebaute Wintermarkt bietet zusammen mit einem besonderen Licht- und Flächenkonzept eine gemütliche und persönliche Atmosphäre. Ergänzt wird der Wintermarkt durch zahlreiche Dekorationen und Installationen, einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm mit Live-Musik sowie Workshops für Jung und Alt. Eine Programmübersicht wird zeitnah veröffentlicht.

 

Die Erfahrung aus 2018 hat gezeigt, dass es eine echte Mammutaufgabe ist, über sechs Wochen die Messlatte so hoch zu hängen. Doch das Künstler*innenkollektiv hält an der Idee fest und ist überzeugt, dass die Idee zunächst im Vordergrund steht. Daher möchten wir an dieser Stelle auch noch einmal ein großer Dank an die vielen Sponsoren und Unterstützer aussprechen.

 

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH

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