Duisburger Deckelspezialist Born Kunststoffverarbeitung GmbH im Wirtschaftsdialog

Unternehmen setzt auf Erfahrung, Erfindung, kurze Entscheidungswege und Lagegunst

22.08.2017 Duisburg. In ihrem Bereich macht ihnen keiner so leicht etwas vor, haben die heutigen Geschäftsführer der Born Kunststoffverarbeitung GmbH ihr Handwerk doch von der Pike auf gelernt: Volker Born, Diplom-Ingenieur (FH), hat zunächst einmal eine Lehre zum Energie- und Anlagenelektroniker gemacht, arbeitete in der Produktion bei der Born Kunststoffverarbeitung GmbH, packte Paletten und fuhr einen der beiden unternehmenseigenen LKW. „Ich weiß, wie lange man für etwas braucht und was machbar ist. So kann ich realistisch planen, in welcher Zeit meine Mitarbeiter die Arbeit unter guten Bedingungen bewerkstelligen können“, bringt es MSV-Fan Born auf den Punkt, heute Chef von 40 Mitarbeitern – darunter 60 Prozent mit Migrationshintergrund. Sein Kompagnon, Matthias Dehen,  begann seinen Werdegang im Unternehmen vor rund 12 Jahren als Betriebsleiter und ist gelernter Elektromaschinenbauer und Industriemeister Elektrotechnik. Der 55-jährige passionierte Angler aus Dinslaken ist nicht nur ruhender Pol des Geschäftsführer-Duos, sondern auch für die Produktion und das Qualitätsmanagement, also die „technische Seite“, verantwortlich. 

Und davon gibt es eine ganze Menge: Renommierte Unternehmen wie Emmi, Nestle, Unilever, Dr. Oetker, Fuchs Gewürze, Birkel, Zott, Müller und Rotkäppchen gehören beispielsweise dazu. Sie alle werden mit Deckeln und Bechern aus dem Hause Born beliefert. Pro Jahr sind es bis zu 500 Millionen Deckel und 220 Millionen desto®becher, die in Wanheimerort gefertigt werden. „Wir sind absoluter Deckelspezialist. In der Vergangenheit haben wir schon Maschinen innerhalb von zwei Monaten für unsere Auftraggeber gebaut, die in größeren Unternehmen gar nicht so schnell hätten realisiert werden können. Unsere Vorteile sind die Erfahrung, eigene Erfindungen und kurze Entscheidungswege“, fasst Geschäftsführer Born zusammen, und konkretisiert: „Das Unternehmen wurde 1906 am Standort gegründet und seit 1963 beschäftigen wir uns hier ununterbrochen mit dem Werkstoff Kunststoff. Unser Seniorberater ist der 74-jährige Fred Born. Früher selbst in der Geschäftsführung, weiß er, woran es sich weiterzuarbeiten lohnt und welche Wege wir gar nicht erst einschlagen müssen, weil der Werkstoff dieses und jenes eben nicht ‚kann‘ oder verträgt. Diese Expertise spart Um- und Irrwege und verschafft uns wertvollen Zeitvorsprung.“ 

Oberbürgermeister Sören Link, der das Unternehmen in seiner Wirtschaftsdialog-Reihe gemeinsam mit Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, besuchte, erklärt: „Bei der Born Kunststoffverarbeitung GmbH sind 40 Männer und Frauen beschäftigt. Dabei arbeiten die beiden Unternehmer auch mit der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung zusammen. Die Fluktuation im Betrieb ist sehr gering. Das zeugt davon, dass hier solide Arbeit auf ordentliche Rahmenbedingungen treffen.“ 

Oberbürgermeister Link und Wirtschaftsförderer Meurer zeigten sich angetan vom desto®becher, dem Verkaufsschlager des Betriebs. Da der Markt seinerzeit schnellstmöglich und damit „je eher, desto besser“ ein tiefgezogenes, stapelbares und bodendruckfähiges Behältnis benötigte – und zwar zur Auflistung von Zutaten, Mindesthaltbarkeitsdatum und Barcode – war der Namen schnell „geboren“: desto®becher. Dieser lässt sich prägen, mit Haptik-Lack überziehen, mit „Fenstern“ ausstaffieren und vieles mehr. „Der desto®becher zeigt beispielshaft die Wandlungsfähigkeit und den Erfindergeist der Unternehmerinnen und Unternehmer unserer Stadt“, so GFW-Chef Meurer. 

Heute dreht sich bei der Born Kunststoffverarbeitung GmbH alles um die ständige Weiterentwicklung bestehender Produkte und die Schaffung neuer Kunststoffverpackungen – hauptsächlich für die lebensmittelverarbeitende Industrie, aber auch für hochwertige Lifestyle-Produkte wie Krawatten und Einstecktücher oder individualisierte Behältnisse in Stadien und bei Festivals. „Zukünftig möchten wir auch Verpackungen für höherpreisige Waren im Lebensmittelsegment herstellen, bei denen es auf die exakte Dosierung ankommt. Wir fertigen immer erst ab einer gewissen Größe. So sind 1.000 Deckel das Minimum. Es sei denn, die Produkte sind so hochpreisig, dass es betriebswirtschaftlich abbildbar ist. Interessant sind für uns ganzjährig zu fertigende Produkte“, berichtet Dehen. 

Das Unternehmen gehört seit dem Jahr 2012 übergeordnet zur Dampack beheer b.V.; das Schwesterunternehmen Dampack International ist für die Distribution und Logistik der Born Kunststoffverarbeitung verantwortlich. „Das ist gut so; dann können wir uns am Standort Duisburg auf unsere Kernkompetenzen fokussieren“, erklärt Volker Born. Die Kunden der Born Kunststoffverarbeitung GmbH sind vorrangig in den BENELUX (Belgien, Niederlande, Luxemburg)-Ländern sowie in Österreich und der Schweiz verortet. „Allein dafür ist der Standort Duisburg Gold wert, weil wir hier überaus zentral liegen. Unsere beiden LKW-Fahrer können just in time nach der Produktion ausliefern und sind obendrein am Abend wieder zu Hause. Das bedeutet: gute Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter und die Ersparnis hoher Lagerkosten. So sind wir schnell beim Kunden und können flexibel reagieren“, schließt Dehen. 

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (1.v.r.) im Wirtschaftsdialog bei der Born Kunststoffverarbeitung GmbH – hier mit Vincent Klemenz, Ralf Meurer, Matthias Dehen und Volker Born (v.l.n.r.); Foto: Uwe Köppen; Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

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