Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog bei fintory

Finanztechnologisches Know-how aus Duisburg steht in der Welt hoch im Kurs

18.03.2019 Duisburg. Die Finanztechnologie, Neudeutsch: „Fintech“, ist seit vier Jahren die Leidenschaft der Gründer Kevin Kalde und Dominik Schmidt. Diese wurden jetzt in der Reihe „Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog“ von der Verwaltungsspitze – Oberbürgermeister Sören Link und Stadtdirektor Martin Murrack – sowie Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, besucht. Der Auftrag eines Kunden aus dem Bereich „Banken und Versicherungen“ wurde zur Initialzündung. Seither liegt der Schwerpunkt von fintory auf diesem Bereich. 

Die „Keimzelle“ des Unternehmens war überschaubare 40 Quadratmeter groß; heute offeriert das mittlerweile 20-köpfige Team finanztechnologische Dienstleistungen auf stattlichen 780 Quadratmetern. Und das in einer Immobilie, die früher eine Großküche mit Traglastaufzug war und heute eine hippe Denkfabrik ist. „Anfänglich hießen wir ‚Kreativgebiet‘. Aufgrund der vielen ausländischen Kunden und der fortschreitenden Globalisierung fanden wir „fintory“ passender und prägnanter: als Zusammensetzung von Finance und Factory, also Fabrik“, erklärt Dominik Schmidt, Leiter „Technologie & Entwicklung“. „Wer auch immer in der Welt digitale Finanzprodukte ‚bauen‘ will, dem soll fintory als Erstes einfallen“, ergänzt Geschäftsführer Kalde. 

Wo sich einst eine Großküche befand, in der es rustikal zuging, kommt jetzt in der Mittagpause gesunde Kost auf den Tisch. Mittlerweile hat das Unternehmen einen eigenen Koch eingestellt, denn das gemeinsame Essen ist Teil der Firmenphilosophie. „Wer nicht beim Kunden ist, der kommt dazu. Dieser Austausch ist uns wichtig – gerade, weil wir so schnell gewachsen sind. Da ist es elementar, hin- und zuzuhören, damit der Teamspirit nicht auf der Strecke bleibt. Auch deshalb haben wir mittlerweile eine eigene Personalleiterin. Als Wirtschaftspsychologin ist sie bei uns quasi auch Feel-Good-Managerin. Denn nur wenn sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohl fühlen, können sie die Höchstleistungen vollbringen, für die wir stehen und die unsere Kunden von uns erwarten“, so Kalde. 

Und die Kundenwünsche sind vielfältig: Sie reichen vom Optimieren bestehender oder der Kreation neuer Digitalprodukte bis hin zum Prototypen-Bau. „Was lohnt sich zu digitalisieren? Was könnte auf dem digitalen Markt laufen? Welche Dienstleistungen sind in einer App abbildbar?“ All das sind Fragen, die man gemeinsam mit dem Kunden beantworten muss. Manchmal ist das passende Produkt schon da, das dem Konsumenten lediglich noch anders zugänglich gemacht werden muss“, beschreibt Chris Krüger, Leiter „Operatives Geschäft“, das Tätigkeitsfeld von fintory. 

Stadtspitze Sören Link betont: „Wir haben in unserer Stadt unglaublich viel Know-how im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Deshalb ist es nicht nur überaus spannend, Unternehmen wie fintory zu besuchen, sondern auch zielführend: Firmen wie fintory tragen dazu bei, dass Duisburg zur Smart City wird.“ Martin Murrack, Stadtdirektor und Digitalisierungsdezernent, berichtet: „Wir sind gerade dabei, Duisburg zur smarten City zu formen. Damit das gelingt, müssen Technologie und stadtplanerische Tätigkeiten intelligent miteinander verknüpft, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmensakteure mit einbezogen werden. Die Projekte, an denen wir arbeiten, reichen vom digitalen Genehmigungsverfahren über ein smartes Baustellenmanagement bis hin zur intelligenten Straßenbeleuchtung. Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, findet die Zusammenarbeit mit fintory schon jetzt inspirierend: „Mein Team und ich arbeiten mit dem agilen Start-up schon eine Weile zusammen. Wenn etablierte Institutionen mit jahrzehntelangem Know-how auf frischen Gründergeist treffen, dann ist das immer eine Chancenverdopplung. Da können nämlich beide Seiten voneinander lernen.“ 

Für die Macher von fintory bedeutet Digitalisierung weitaus mehr als „bloßes Geldverdienen“. „Digitalisierung ist für uns Vision und Passion zugleich. Sie ist aber auch mit einem Wertewandel verbunden. Wir wollen Firmen dabei helfen, sich der digitalen Welt anzupassen und sehen uns als ‚Entwicklungshelfer‘. Das ist der Stoff, der uns antreibt“, betont Schmidt und skizziert: „Bei der Auswahl unserer Mitarbeiter achten wir grundsätzlich nicht auf Schulnoten, sondern auf die Qualität der Leistung. Brennt jemand für seine Arbeit und ist ‚heiß‘ darauf, smarte Apps zu bauen, dann ist er oder sie bei uns richtig.“ 

Trotz oder gerade wegen der Digitalisierung ist es aber immer noch der Vis-à-Vis-Kontakt, der zu Beginn einer Geschäftsbeziehung am bedeutsamsten ist: „Während der Erstkontakt der Auftraggeber digital erfolgt, ist es uns wichtig, diese vor Ort persönlich kennenzulernen, um eine gute Basis zur Zusammenarbeit zu legen“, so Kalde. Dafür scheuen die Unternehmenslenker von fintory weder Mühen noch Meilen. So machten sie sich erst kürzlich auf den Weg nach Toronto in Kanada, um einen neuen Kunden kennenzulernen.

 

 

Ralf Meurer (GFW-Geschäftsführer), Kevin Kalde (Gründer und Geschäftsführer, fintory), Sören Link (Oberbürgermeister, Stadt Duisburg), Chris Krüger (Leiter „Operatives Geschäft“, fintory), Martin Murrack (Stadtdirektor und Digitalisierungsdezernent) und Susanne Kirches (GFW-Projektmanagerin)
Urheber: Uwe Köppen, Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

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