Vorhang auf für die neunte Runde des GRIID-Existenzgründerwettbewerbs

Mit Plan in die Selbstständigkeit

07.11.2017 Duisburg. Mit einem Anteil von 11,3 Prozent ist die Rhein-Ruhr-Region Nummer zwei der Gründer-Hotspots nach der Bundeshauptstadt. Neun von zehn Gründerinnen und Gründern bewerten ihre Geschäftslage aktuell optimistisch und planen daher die Schaffung von durchschnittlich 7,5 neuen Arbeitsplätzen im kommenden Jahr. Soweit das Ergebnis einer aktuellen Studie des Start-up-Bundesverbandes BVDS. 

Damit das so bleibt, setzt sich die GründungsInitiative Innovation Duisburg – ein Projekt der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) – für Gründergeist und Mut zur Selbstständigkeit ein. Gleichzeitig geben die Akteure den künftigen Unternehmerinnen und Unternehmern das dafür erforderliche betriebswirtschaftliche Rüstzeug an die Hand, um am Markt erfolgreich bestehen zu können. „Wir sind auf einem guten Weg und haben gemeinsam mit der UDE und den anderen GRIID-Initialpartnern schon eine Menge erreicht“, weiß Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg). Der GFW-Chef fährt fort: „Die Zahlen sprechen für sich. Allein im Zeitraum von 2010 bis 2017 konnten durch GRIID rund 330 neue Arbeitsplätze in Duisburg geschaffen werden. Diese finden sich in rund 72 neu gegründeten Unternehmen am Wirtschaftsstandort wieder.“ 

Herzstück des GRIID-Existenzgründerwettbewerbs ist der Orientierungskurs „Unternehmertum“ des small business management (sbm)-Projekts der UDE. Dieser wird durch Sponsoren getragen, so  dass die Teilnehmenden ein Stipendium im Wert von 8.500 Euro erhalten. Zu den Sponsoren zählen insbesondere die Sparkasse Duisburg, die Volksbank Rhein-Ruhr und die Niederrheinische  Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve (Niederrheinische IHK) sowie Romberg & Partner mbB, MGK Partner mbB und PKF Fasselt Schlage. In dem 120- bis 140-stündigem Kursangebot erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unternehmerisches Know-how in praktischer und theoretischer Arbeit. Das Programm läuft über sieben Monate; „gepaukt“ wird am Wochenende und in den Abendstunden. Am Ende des Projektes sind die Absolventen dazu fähig, einen eigenen Businessplan aufzustellen. 

Eine, die von diesem „Gesamtpaket“ profitiert hat, ist die Unternehmensberaterin Andrea Gloria. Mit ihrer Firma, Andrea Gloria Qualitäts- und Prozessmanagement, berät sie kleine und mittelständische Familienunternehmen. Ihre Spezialität sind „clevere“ Managementsysteme. In größeren Familienunternehmen leitet sie Projekte zur Qualitäts- und Organisationsentwicklung und coacht junge Führungskräfte bei der Übernahme von Qualitätsverantwortung.  Sie erinnert sich an ihre ersten Schritte in die Selbstständigkeit mit GRIID: „Ich habe mir GRIID damals gezielt ausgesucht. Bei diesem Projekt der Uni Duisburg-Essen habe ich ein hohes Qualitätsniveau gefunden. Noch heute profitiere ich von dem dort erworbenen Wissen. Der geschützte vertrauliche Rahmen bei GRIID ist besonders wertvoll. Der intensive Dialog mit den anderen Gründern und das ehrliche Feedback der professionellen Berater haben mich gute Entscheidungen treffen lassen. Sicher spielt hier auch unsere Ruhrgebietsmentalität eine Rolle. Durch meine Beratungstätigkeit bin ich in der gesamten Republik unterwegs. Außerhalb von NRW werde ich immer wieder auf unsere gradlinige Kommunikation angesprochen. Auch deswegen halte ich gern den Kontakt zu GRIID und freue mich, mittlerweile selbst Experte im Netzwerk zu sein.“ Und daher steht ihr Urteil: „100 Prozent Weiterempfehlung! Ohne GRIID wäre ich mit Sicherheit nicht so weit, wie ich es jetzt bin.“

Gründer der ersten Stunde des Duisburger Existenzgründungswettbewerbs, der damals noch nicht „GRIID“, sondern „Start Up Duisburg!“ hieß, ist Thorsten K. Heimann, heute kaufmännischer Geschäftsführer (CFO) bei der Helion GmbH. Der Diplom-Ingenieur weiß ebenfalls um die Vorteile eines „planvollen“ Starts in die Selbstständigkeit: „Der Duisburger Existenzgründerwettbewerb hat uns sowohl mit den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Selbstständigkeit versorgt als auch mit praxisorientiertem Wissen rund um die Unternehmensgründung professionell und informativ begleitet. Gerade in einem technik-orientierten Studiengang lernt man in Bezug auf unternehmerisches Handeln und bürokratische Vorschriften wenig bis gar nichts. Die Lücke füllen sbm und GRIID vorbildlich und bieten darüber hinaus bei den Gründertreffen den Austausch mit anderen erfolgreichen Gründern. So konnten wir unser Unternehmen gut an den Start bringen und sind heute, nach 14 Jahren, weltweit tätig.“ 

GRIID-Initialpartner wie die Sparkasse Duisburg sehen sich durch derart positives Feedback in ihrem Engagement bestätigt: „Gründer haben frischen Mut und innovative Ideen. Das macht sie zu einem bedeutenden Faktor der wirtschaftlichen Zukunft unseres Standortes. Sie bereichern den Wettbewerb, unterstützen den Strukturwandel und schaffen Arbeitsplätze. Das alles unterstützen wir mit unserem Engagement bei GRIID und sbm. Wir tragen so zu einem gründerfreundlichen Umfeld und zur nachhaltigen positiven Entwicklung unseres Standortes bei“, betont Helge Kipping, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Duisburg. 

„Teilnehmer spiegeln uns immer wieder, wie wichtig GRIID für ihre Unternehmensgründung war. Aber auch einzelne Seminarteile, wie beispielsweise die ‚Unternehmensnachfolge‘, bieten einen nachhaltigen Nutzen und wichtiges Fachwissen für Gründer und Nachfolger“, weiß auch Oliver Reuter, Mitglied des Vorstands bei der Volksbank Rhein-Ruhr. Und Markus Nacke, Referent für Existenzgründung und Unternehmensförderung, Leiter STARTERCENTER NRW in Duisburg  bei der Niederrheinischen IHK, ergänzt: „Das Thema ‚Unternehmensgründung‘ beziehungsweise ‚Selbstständigkeit‘ muss präsent gehalten und der Gründergeist weiter gestärkt werden, um den rückläufigen Gründungszahlen entgegenzuwirken. GRIID bietet diese Möglichkeit.“ 

„GRIID unterstützt Gründerinnen und Gründer seit mittlerweile neun Jahren überaus erfolgreich bei den ersten Schritten auf dem Weg in die Selbstständigkeit und besteht aus sechs Bausteinen, die sich bereits in 18 Jahren ‚small business management‘ überaus bewährt haben. Damit schaffen wir über verschiedene Kursangebote die Grundlagen für unternehmerische denkende und handelnde Personen und tragen teilweise zur Unternehmensgründung bei“, betont Prof. Dr. Volker Breithecker, sbm-Projektleiter von der Mercator School of Management an der UDE. 

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH

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