Schaubilder zu den verschiedenen Hilfsprogrammen (zum Vergrößern bitte anklicken)

Novemberhilfe - Dezemberhilfe

Die Außerordentliche Wirtschaftshilfe – auch Novemberhilfe genannt - richtet sich an Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die aufgrund des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen müssen. Ebenfalls antragsberechtigt sind indirekt und über Dritte betroffene Unternehmen.

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt. Bei der Novemberhilfe werden auch Unternehmen berücksichtigt, die mit einem flexiblen Geschäftsmodell trotz Schließungsanordnung im November Umsätze erzielen. Hierzu zählen z.B. Gaststätten mit Außer-Haus-Verkauf. Soloselbständige, z.B. Künstler haben ein Wahlrecht: sie können alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen. Die Antragstellung ist elektronisch durch Steuerberaterinnen und Steuerberater, Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüferinnen und Buchprüfer oder Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte über die bekannte Überbrückungshilfe-Plattform möglich (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

Für Soloselbstständige ist das Verfahren noch einfacher: Bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro können sie den Antrag direkt stellen unter Nutzung ihres von der Steuererklärung bekannten ELSTER-Zertifikats zur Authentifizierung.

Firmen können Abschlagszahlungen von maximal 50.000 Euro bzw. maximal 50 Prozent der beantragten Hilfen erhalten. Für Soloselbständige liegt die Höhe bei 5.000 Euro. Anträge können bis zum 31.01.2021 gestellt werden.

Die Novemberhilfe wird als „Dezemberhilfe“ fortgeführt. Unternehmen können seit Weihnachten ihre Anträge für die Dezemberhilfe über die bundeseinheitliche Plattform: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de einreichen.  Damit wurde der Start der Antragsstellung überraschend vorverlegt.

Unternehmen, die nach den Schließungen im November auch im Dezember von den Beschränkungen direkt oder indirekt betroffen sind, erhalten – wie für November – Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des Umsatzes aus Dezember 2019. Wie bei der Novemberhilfe gibt es bei der Dezemberhilfe Abschlagszahlungen: für Unternehmen max. 50.000 Euro, für Solo-Selbständige maximal 5.000 Euro.

Überbrückungshilfe II

Die Überbrückungshilfe II bietet eine Unterstützung für KMU, Selbständige sowie gemeinnützige Organisationen deren Umsätze Corona bedingt eingebrochen sind.

Die Überbrückungshilfe II kann maximal für vier Monate (September, Oktober, November, Dezember 2020) beantragt werden. Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate September, Oktober, November, Dezember 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten.

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Soloselbständige, die mindestens eines der folgenden beiden Kriterien erfüllen:

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten .
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Förderhöhe - maximal 50.000 Euro pro Monat - bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate September, Oktober, November und Dezember 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr.

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent und < 50 Prozent

Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. September 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 30 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe II für den jeweiligen Fördermonat.

Da viele Freiberufler und Soloselbständige durch das Raster fallen würden, hat das Land NRW die Überbrückungshilfe Plus ergänzend aufgelegt. Es handelt sich dabei um einen fiktiven Unternehmerlohn. Die Antragsteller erhalten, sofern Sie die Antragsvoraussetzungen der 2. Phase Überbrückungshilfe des Bundes erfüllen, eine zusätzliche Förderung i. H. v. 1.000 Euro pro Monat für maximal vier Monate im Zeitraum September bis Dezember 2020 (maximal 4.000 Euro) aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Antragstellung kann bis zum 31.01.2021ausschließlich durch einen vom Antragsteller beauftragten prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt) erfolgen

Überbrückungshilfe III, inklusive Neustarthilfe

Die bis zum 31.12.2020 auslaufende Überbrückungshilfe II soll bis Ende Juni 2021 als verbesserte Überbrückungshilfe III fortgeführt werden.

Antragsberechtigt sind dann auch Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 500 Mio. Euro. Die Förderhöhe wird noch einmal auf 200.00 Euro, in besonderen Fällen bis zu 500.000 Euro aufgestockt. Förderfähig sind hier die Fixkosten, wie Miete/Pacht, Finanzierungskosten, Abschreibungen bis zu 50% sowie weitere laufende betriebliche Fixkosten. Unternehmen sowie Soloselbstständige und selbstständige Freiberuflerinnen und Freiberufler können die Überbrückungshilfe III beantragen, wenn ihr Umsatz im Zeitraum April bis Dezember 2020 stark eingebrochen ist. Das bedeutet, dass der Umsatzeinbruch entweder in zwei zusammenhängenden Monaten mindestens 50 Prozent im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten beträgt. Alternativ ist antragsberechtigt, wer einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch im gesamten Zeitraum April bis Dezember 2020 von mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahres-zeitraum erlitten hat.

Neu ist eine Sonderregelung für die Monate November und Dezember 2020, da die umfang-reichen Schließungen Auswirkungen auch auf andere Unternehmen wie den Einzelhandel in den Innenstädten haben: Diese Unternehmen haben meistens keinen Anspruch auf die Novemberhilfe. Für diese Unternehmen reicht ein Umsatzeinbruch entweder im November oder im Dezember 2020 oder in beiden Monaten von mindestens 40 Prozent im Vergleich zu den Vorjahresmonaten November bzw. Dezember 2019.

Gefördert werden jetzt auch Unternehmen, die darüber hinaus im Jahre 2021 weiter geschlossen bleiben und indirekt betroffene Unternehmen, die im neuen Jahr erhebliche Umsatzeinbrüche zu verzeichnen haben. Vorgesehen sind auch branchenspezifische Fixkostenregelungen, z.B. für die Reise- oder auch die Veranstaltungsbranche.

Die besondere Situation der Soloselbstständigen wird besser berücksichtigt. Hierzu ist die Neustarthilfe für Soloselbstständige angedacht. Bislang konnten Soloselbstständige, die keine Fixkosten aus dem Kostenkatalog geltend machen können, keine Überbrückungshilfe beantragen. Dennoch sind viele von den Kontaktbeschränkungen betroffen. Die Neustarthilfe sieht einen einmaligen Zuschuss von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum (bis zu 5.000 Euro) für diejenigen Soloselbstständigen vor, deren Umsatz während der siebenmonatigen Laufzeit -  Dezember 2020 bis Juni 2021 - stark zurückgegangen ist. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III sowie für die Neustarthilfe kann noch nicht erfolgen.

Sonderfonds Kultur

Für 2021 wird ein Sonderfonds für die Kulturbranche erarbeitet. So sollen hybride Kulturveranstaltungen unterstützt werden. Veranstaltungen, die 2021 Corona bedingt abgesagt werden müssen könnten durch eine Ausfallsicherung gefördert werden.

Der Sonderfonds wird das im Rahmen des Konjunkturpakets aufgelegte Programm NEUSTART KULTUR ergänzen, mit dem bereits eine Milliarde Euro für den Kulturbereich zur Verfügung gestellt wurde.

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH

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